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  #21  
Alt 03.07.2009, 00:02
RichardStallman RichardStallman ist offline
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Standard Hoffnung

Guten Abend!

@Golgatha: Der Begriff "Zirkulationskapital" kommt tatsächlich daher. Es ist kein offizieller Ausdruck, doch in höheren Banker - Kreisen durchaus geläufig und gebräuchlich für bestimmte Wertströme.



Wie man sich leicht ausmalen kann, bin ich im Moment beruflich extrem eingespannt und habe leider kaum Zeit von neueren Entwicklungen zu berichten. Das werde ich noch nachholen!

Ein kleines Zwischenresume der "Krise" möchte ich dennoch flüchtig ziehen.
- Obama führt detailgetreu die Bush - Finanzpolitik weiter.
- Die FED hat nun die höchsten (und damit die letzten staatl.) Kontrollinstrumente der USA übertragen bekommen.
- Ich selbst würde den momentanen Handel am Parkett als langsam florierend bezeichnen.
- Dennoch wird mit Investitionen gezögert, da die Entwicklung im Iran abgewartet werden muss.
- Besonders interessant in der Hochfinanz, ist die Zusammenarbeit von mittlerweile 14 Ländern unter Führung der Schweiz, darunter auch der Iran, Columbien, Jamaika, Südafrika, China oder auch Japan. Diese Länder sind nicht bereit, sich selbst bestimmten Kontrollbehörden zu unterstellen. Das wird im Weltsicherheitsrat bald ein großes Thema sein, bleibt zu hoffen auch in der Öffentlichkeit. Es sollen bestimmte Fakten vor der Weltöffentlichkeit vorgetragen werden, welche von seriösen Banken und unabhängigen Instituten genannter Staaten ermittelt werden. Als Beispiel: Meine Bank überwacht weltweit bestimmte Anlagen in gewissen Größenordnungen in Cooperation mit zwei japanischen Banken. Eine andere Partnerbank von uns überwacht jegliche private Geldströme in Steueroasen in Zusammenarbeit mit Monaco / Andorra usw... So gibt es zig Banken, die weltweit Finanzbewegungen erfassen. Die gesammelten Daten können von Banken leicht abgerufen werden, sogar legal, nur dieser Aufwand wird von niemandem bezahlt. Jetzt schon. Bisher führte derartige Untersuchungen nur die Börsenaufsicht durch. (indirekt auch wieder die FED). Nun ist einflussreichen Staaten daran gelegen ein "Beweis" für das zu finden was eigentlich jeder weiß: Die US - Hochfinanz mogelt mit staatlichem Segen. Wäre dies Hieb und Stichfest nachweisbar, wird es vorerst weiterhin eigenständige Banken geben.


Ich bitte Rechtschreibfehler zu entschuldigen. - wie immer in Eile -
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  #22  
Alt 03.07.2009, 01:47
isomorph isomorph ist offline
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Zitat:
RichardStallman:
Wo ist die Revolutionsbewegung der Jungen Generation?
hier, vielleicht:
http://217.150.244.72/forum/showthread.php?t=9269


gut, dass du nochmal geantwortet hast und
ich so über dein thread gestolpert bin.
wirklich sehr interressant hier mal die ansichten eines insiders mitlesen zu können.

insbesondere würden mich mal deine ansichten über freiwirtschaft interressieren.

silvio gesell wurde hier ja schon mal erwähnt,
leider jedoch ohne ausgiebig reflektiert zu werden.

und wie siehts mit einem grundeinkommen aus,
in verbindung mit einer 100%igen monopol -und kartellsteuer?

das wäre doch schon mal ziemlich revolutionär.


und überhaupt, was wäre wenn?

zb ein verbot von zinsnahme und renditegeschäften ausgesprochen würde?

oder alle geheimdienste und armeen aufgelöst würden?

oder die junge generation nicht durch stroboskope hypnotisiert wäre^^

Geändert von isomorph (03.07.2009 um 01:53 Uhr)
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  #23  
Alt 05.07.2009, 00:06
RichardStallman RichardStallman ist offline
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Hallo zusammen.

@isomorph: Ich habe schon Bewegungen und Revolutionen miterlebt. Das ist jedoch keine. Eine Revolution beginnt nicht mit der scheinbaren Lösung, sondern mit der Abschaffung des Problems. Da fehlt mir die Wut, die sich quer durch die Bevölkerung zieht. Theoretisch ist diese Wut vorhanden, doch sie wird auf diverse Ereignisse und Sachverhalte verteilt. (am Bsp. BRD: Ost-West Konflikt, Kraftstoffpreise, Sündenböcke in Wirtschaft und Politik)

Was soll ich zur Freiwirtschaft sagen? Es ist ja ein ganz nettes Modell. Aus meiner Sicht hapert es an einigen Ecken und Enden, doch das tut es beim Kapitalismus nicht umso weniger. Auch einige interessante Modelle zum Grundeinkommen sehen relativ annehmbar aus. Ich habe noch ein paar Studienunterlagen aus den späten 70ern, da gab es ähnliche hypothetische Versuche, ausgeführt als Diplom - oder Magistratarbeiten von Studienkollegen.





Man sollte sich eines vor Augen führen:

Das Problem besteht nicht darin eine bessere Wirtschafts - oder Finanzform zu finden. Sämtliche Ideen zur Gleichberechtigung und idealer Freiheit für Länder, Kulturen und Individuen, Informationsgleichheit und -authentizität und all die "grundguten Ideen" sind leider absolut bedeutungslos. Es gibt sie allesamt bereits seit den Griechen und schon vorher. Alle Kulturen wissen das und sind zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Ein Grundeinkommen, das mir bekannt ist, haben die Inka praktiziert. Nahrung war während einer gewissen politischen Periode dort, in Form von Trinkwasser und Fleisch, ein rechtliches Grundeinkommen ohne Verpflichtungen. All die tollen philosophischen Erkenntnisse aus Antike und vorher...

Es sind vermeintliche Lösungen, die das Problem nicht beheben. Wieder würde es Kreise geben, die sich Vorteile verschaffen. Ein globales Wirtschaftssystem oder Gesamtsystem kann nicht vorher einfach mal ausgeknobelt werden und man hat die Patentlösung fertig. Das ist alles nur Theorie. In der Praxis wird das auf Versuch und Irrtum hinauslaufen müssen. Es werden Schwächen endteckt, mit denen keiner rechnen kann. Ich bin mir sicher, man kann ein faires Wirtschaftssystem aufbauen, aber nicht bevor das jetzige am Ende ist und Kapital neu verteilt wird.

Kleines Beispiel:

Das Wetter hat mit all seinen Phänomenen in der Thermodynamik, Makrophysik, Kosmologie und chemischen Wechselwirkungen ungefähr 55 - 60 Faktoren zur Berechnung seiner Entwicklung. (die genaue Zahl ist strittig) Trotz des enormen fachlichen Wissens und der Rechenleistung heut zu Tage, ist niemand dazu in der Lage, das Wetter mit 90% Genauigkeit auch nur länger als 4 Tage voraus zu berechnen.

Es gibt Rechenprogramme, die übertragen, genau das gleiche mit der globalen Wirtschaft versuchen. Hierbei sind knapp 300 Faktoren von nöten, wobei die meisten flexibler sind als beim Wetter. Den unvorhersehbaren psychologischen oder kriminellen Faktor mal außer Acht gelassen und von Umwelteinflüssen ganz zu schweigen.

Jeder, der behauptet er wüßte wo sich die Superlösung verstecke, verrät damit sein Unwissen und wird politisch zerfetzt. (zurecht) Siehe einige gutgemeinte Vorschläge der Linken Fraktion im Bundestag / EU - Parlamentsvorschläge.

Die Frage ist nicht: "Welches Wirtschaftssystem ist das fairste?" Das ist ein Irrglaube. Die richtige Frage muss hier lauten: "Wie schaffen wir das jetzige ab und was passiert mit aktuellen finanziellen Werten?" Sollte die zweite Frage abgehakt sein, kann man wieder zur ersten übergehen... Es muss eine Art wirtschaftliche Grundmatrix für die Übergangszeit geschaffen werden, auf der das neue System aufgebaut und vor allem auch ausgebessert werden kann. Die Im- sowie Explementierungsfähigkeit eines guten Systems ist von entscheidenter Bedeutung für die globale Weiterentwicklung. Das würde auch wieder Raum schaffen für länderspezifische Freiheiten und Eigenheiten. Vor allem aber wirtschaftliche Selbstbestimmung für Länder. Da gäbe es sicherlich viel zu Träumen.

Daher wünsche ich eine geruhsame Nacht!





Mit freundlichen Grüßen

Richard Stallman
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  #24  
Alt 05.07.2009, 03:46
isomorph isomorph ist offline
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@ RichardStallman:

immerhin eine revulotion habe ich auch schon mitgemacht.
auch wenn man diese ja eigentlich nicht so nennen kann.
da bei der deutschen wiedervereinigung die eigentliche revulotion ja aufgegeben und
sich wieder der herrschaft des kapitals unterworfen wurde.


ich denke schon, dass eine erneute befreiung von dieser kapitalherrschaft,
eine revulotion genannt werden könnte.


leider bin ich nun kein ausgeschriebener finanzexperte und
kann dementsprechend auch kein neues wirtschaftssystem präsentieren.
daher verweise ich halt auf experten wie silvio gesell,
der dieser frage sein ganzes leben gewidmet hat und
als einzig annerkannter experte ein erfolgreich erprobtes praxis-modell vorweisen kann.
und befrage u.a. dich dazu.

sicherlich wären damit auch nicht alle probleme auf der welt unmittelbar gelöst,
aber zumindest der profit -und wachstumszwang,
quasi die hauptmotivation hinter fast sämtlichen schweinereien weltweit,
wäre eingedämmt und gesellschaftlich beeinflusst.

allerdings bin ich mir ziemlich sicher,
dass solch eine revulotion nur friedlich erfolgreich sein kann und
von der breiten masse getragen werden muss.
da sie sonst unmöglich ausreichend "Im- sowie Explementierungsfähig" sein kann.


in diesem sinne: wer träumt schon?
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  #25  
Alt 05.07.2009, 10:02
nightwish nightwish ist offline
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Zitat:
Zitat von RichardStallman Beitrag anzeigen
Die Frage ist nicht: "Welches Wirtschaftssystem ist das fairste?" Das ist ein Irrglaube. Die richtige Frage muss hier lauten: "Wie schaffen wir das jetzige ab und was passiert mit aktuellen finanziellen Werten?" Sollte die zweite Frage abgehakt sein, kann man wieder zur ersten übergehen... Es muss eine Art wirtschaftliche Grundmatrix für die Übergangszeit geschaffen werden, auf der das neue System aufgebaut und vor allem auch ausgebessert werden kann. Die Im- sowie Explementierungsfähigkeit eines guten Systems ist von entscheidenter Bedeutung für die globale Weiterentwicklung. Das würde auch wieder Raum schaffen für länderspezifische Freiheiten und Eigenheiten. Vor allem aber wirtschaftliche Selbstbestimmung für Länder. Da gäbe es sicherlich viel zu Träumen.

Daher wünsche ich eine geruhsame Nacht!





Mit freundlichen Grüßen

Richard Stallman
In dem wir es machen wie mit unserem Computer falls der mal wieder hängt.

Reset.

Die Schulden werden genullt, die Personen die sich über das betrügerische Geldsystem sich die Resourcen dieses landes angeeignet haben werden enteignet, Banken werden enteignet.

Statt die Leute aus ihren Häusern zu vertreiben gehen die Häuser ohne Umwege in ihr Eigentum über. Alle Schulden sind weg, vorhandenes Barvermögen wertlos.

Gold,Silber und Edelsteine dürfen zwar in Besitz bleiben aber der Handel mit ihnen ist untersagt.
Einführung eines zinsfreien Währungssystem.

Hmmm...........nochwas ?

Achja, legalize it.
Der Anbau von potentem Hanf wird erlaubt.


greetz
__________________
"Einzelne Akte der Tyrannei können einer Tageslaune zugeschrieben werden, aber eine ganze Serie von Unterdrückungsakten, die zu einer bestimmten Zeit beginnen und unverändert alle Ministerwechsel überdauern, beweisen klar, daß ihnen ein vorsätzlicher und systematischer Plan zugrunde liegt, nach dem wir in die Sklaverei geführt werden sollen."
(Thomas Jefferson, Präsident der USA)
(1743-1826)
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  #26  
Alt 08.07.2009, 09:16
RichardStallman RichardStallman ist offline
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Guten Tag!

@isomorph: Die Wiedervereinigung ist ein typisches Beispiel, wie eine Revolution verlaufen muss, die nicht global ist. Sie scheitert über einen gewissen Zeitraum. Aber auch anhand dieses Vorgangs lässt sich das Muster erkennen: Zuerst wurde das Problem erfolgreich abgeschafft, in dem man der Elite die Grundlage im Volk entzog. Wut und Aufbegehren, da hatten die Spitzen schon Angst, das war deutlich zu erkennen. Sie sahen sich gezwungen die Mauer zum Fall zu bringen. Nur konnten die Ostdeutschen anschließend nicht selbstständig denken, weil die Wiedervereinigung schon beschlossen war.

Nochmal zu Gesell, damit wir uns nicht falsch verstehen:
Ich persönlich denke, das war ein fähiger Mensch mit Mumm in den Knochen, das ganze derart auszuarbeiten und unter Kollegen so große Kontroversen zu schaffen. Ein gutes Modell ohne Frage. Es hat seine Schwächen, aber das hatten alle anderen Systeme auch. Etwas lachhaft ist in diesem Zusammenhang die Vorstellung der "Vollbeschäftigung" , dem gegenüber steht beim Kapitalismus die lachhafte Vorstellung "Wohlstand für alle" . (Theorie Adam Smith) Nur ist die Wirkung der Freiwirtschaft nicht voraus zu ahnen, deshalb wird es immer ein Leichtes sein, solche Ideen auf politischer Bühne fragwürdig darzustellen. Man kommt damit nicht durch. Nicht in der Demokratie.

Wie denkst du, kann in unserem System auf friedlichem Wege die machthabende Elite mit Argumenten überzeugt werden, ihr eigenes Einkommen und Vermögen abzuschaffen? Das zweifle ich ernsthaft an.






@nightwish: Gehen wir zuerst zu Punkt 1 deiner "Datenlöschung" : Wie gelangst du zu den Resetknöpfen und wie soll der Vorgang legitimiert werden?

Dem Hanf muss zuerst wirtschaftliche Bedeutung beigemessen werden. In Umwelhysterietzeiten kann er dadurch eine Chance haben. Sollte die Niederlande dem Druck der EU auf Prohibition gewachsen sein, kann man wahrscheinlich optimistisch in die Zukunf blicken. (gerade die Umweltparteien (?!) und die Konservativen forden Verbote auf EU - Ebene) In Den Haag wurden bereits fast alle Coffeshops in den Rotlichtbezirk verlegt. Ich bin beruflich ab und zu in Antwerpen und Amsterdam... da spürt man deutlich mehr Wut als in Deutschland. Selbst die Belgier sind nicht gut zu sprechen auf den "versuchten EU - Eingriff in die niederländische Intimsphäre" wie sie es nennen ...


Die Idee eines vollkommen zinsfreien Systems ist mir schon häufiger begegnet. Es ist aber nicht möglich. Ich möchte die ganzen Gründe und Details nicht unbedingt aufklamüsern. Schuldschreiben wie Sparbücher / Bausparverträge / Lebensversicherungen / bestimmte Rechnungen / Leasing ... da gibt es noch viel ... das alles kann nicht Zinsfrei laufen. Man kann nicht von Unternehmen fordern, dass sie ein Auto oder ein Haus zum Leihkauf anzubieten, ohne dafür Zinsen zu verlangen. Genauso nicht vom Bürger, wenn er der Bank eine Summe Geld in Form eines Sparbuchs leiht. Zum Aberglaube zählt auch, dass Zinsen ein Wachstum durch Schuld erzwingen, oder Inflation hervorrufen. Bullshit! (Entschuldigung) Man darf die Rechnung nicht ohne das Bevölkerungswachstum oder die Mehrleistung an Arbeit oder die Förderung an Rohstoffen machen. Der Fehler ist nur, dass die Zinserträge in wenige private Geldbeutel geleitet werden. Dort werden keine sinnvollen Investitionen für die breite Masse getätigt.








Weltweit könnte funktionieren: (mal ein alternatives System von mir)

Verstaatlichung der Hochfinanz und deren privates Kapital (und damit die Löschung der Staatsschulden bei Banken - aber nur bei Banken) würde ausreichen, um den Zins in Produkten / Dienstleistungen und Steuer auf ein Bruchteil zu senken. Müsste man mal genauer ausrechnen. Ich tippe auf ein Zwanzigstel, welches auf die Mietkosten von Geld in Unternehmen (sagen wir staatliche Kredite, auch die können nicht Zinsfrei laufen, da die Bevölkerung für die Leihgabe entschädigt werden muss) zurückgeht. Dieses Zwanzigstel würde dann aber in die Staatskassen fließen... ein großer Unterschied behaupte ich, denn im Moment fließen solche Zinsen eben nicht in öffentliche Taschen.

Damit wären bestimmte Vorteile sicher:
- keine Staatsschulden mehr (ganz ohne geht es auch nicht, aber dafür gibt es Staatsanleihen)
- Kapitalumverteilung ist nicht mehr möglich
- Lebenserhaltungskosten sinken deutlich (genaue Zahlen hängen vom neuen System im Einzelnen ab)
- aus den genannten drei Punkten ergeben sich weitere Vorteile (sinkende Armut, höhere Zufriedenheit, weniger Kriminalität)

Leider bleibt nach wie vor das Problem, dass der Mensch weder mit Macht, noch mit Geld gut umgehen kann. Das ist offenbar die Wurzel allen Machtmissbrauchs, "Ausbeutung" der Arbeiter, Logenbildung usw. Meiner Ansicht nach können nur bilaterale Einkommensgrenzen, also Maximum - und Minimumgrenzen im Verdienst aller Menschen gegen dieses grundlegende psychische Problem helfen. (auch das kann nur global funktionieren)


Man stelle sich vor:
Grundeinkommen....800 €....(Netto).....Für alle AL ab dem 18. Lebensjahr / vorher Kindergeld für Eltern (vielleicht 500€ / 400€ / 300€ für Baby / Kinder / Jugendliche)
Min.-Einkommen....1500 €...(Netto).....Für Arbeiter / Angestellte und auch den Manager geht es hier los
Max.-Einkommen...5000 €...(BRUTTO)..Die Anhäufung von Vermögen ist nur bis 999 999 € möglich, Erbschaften von Wertanlagen sind unmöglich (so entstehen keine .................................................. .Familiendynastien mehr), Überschuss und Restvermögen nach Ableben geht an den Staat
Rente:............... 1000 €...(Netto).....Für alle Menschen gleich (wegen höherer Krankenkosten im hohen Alter 200 € mehr als beim Grundeinkommen)


Auf diesen Eckpfeilern darf nach der Revolte, dann eine Regierung ihre Wirtschaftsgesetze ausfeilen.

Damit wären die Ärmsten in der Lage ein Eigenheim, Auto und ein gesundes Maß an Luxus zu finanzieren.
Damit wären die Reichsten nicht in der Lage im Überfluss zu leben, oder zu korrumpieren. Auch wären sie gezwungen ihren Teil weiterhin für die Gesellschaft abzuleisten, oder in Frührente mit dem Grundeinkommen zu leben.

So ungfähr könnte meine Grundmatrix aussehen. Wie gesagt, das ist nur träumerei (in der Frühstückspause)... Ohne Problembeseitigung wertlos



Mit freundlichen Grüßen

Richard Stallman


PS: Bremst mich bitte aus, wenn ich euch langweile - ich versuche mich kurz zu fassen, und schaffe es nicht immer...
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  #27  
Alt 08.07.2009, 18:55
isomorph isomorph ist offline
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@ RichardStallman und alle:

in der tat ist es genauso verträumt zu glauben, die elite mit argumenten überzeugen zu können,
wie eine breite masse dazu bewegen zu können, dies friedlich zu tun.

nur leider hat uns die geschichte gelehrt, dass eine gewalttätige revulotion(blödes wort, irgendwie)
zu keinem erfolgreichen ausgang führen kann.
da bislang jene gewalttäter im anschluß immer zu diktatoren wurden.

demnach müsste die breite masse nicht nur über die notwendigkeit eines "resets" informiert und aufgeklärt werden,
sondern auch darüber, dass ein solcher "reset", sich auf gar keinen fall auf gewalt stützen darf,
sondern ebend einzig auf information und aufklärung.

außerdem glaube ich, könnte ein solcher "restart" nicht auf knall und fall an einem tag erfolgen,
sondern sollte schrittweise und mit bedacht durchgeführt werden.


ich weiß, es ist verdammt idealistisch und genauso utopisch,
aber wenn nicht mindestens einer daran glaubt, wirds wohl nie was werden^^


und auf einem weg in ein neues gerechtes leben bedarf es sicherlich einiger schritte.
ein wichtiger schritt wäre sicherlich die freiwirtschaft.
hierzu hätte ich mal die frage:

warum sollen zinsen notwendig sein ?

in den meisten freigeldwährungen wird das geld nach meistens 3 monaten um ca. 2% entwertet.
demnach wird sparen sinnlos und es bleibt nur die möglichkeit der sachanlagen,
oder ebend sein überschüssiges geld ohne wertverlust anderen zur verfügung zu stellen.

da bei den meisten sachanlagen jedoch ebendfalls ein wertverlust zu verzeichnen ist und
meistens auch zusätzlich unterhaltskosten anfallen,
sollte doch eine ausreichende motivation zur bereitstellung von kapital gegeben sein. oder nicht?


sorry aber ich muss nochwas mokieren

wieso soll eine vollbeschäftigung lachhaft sein?

ich finde es nicht lachhaft, wenn sich jeder mensch eine sinnvolle vollzeitbeschäftigung sucht.
lachhaft finde ich nur zu glauben, in einer technologisierten welt,
könnten alle menschen in der produktion und im handel vollzeit beschäftigt sein .








ps: danke für die denkanstösse und ruhig noch ein bisl mehr gas geben^^

Geändert von isomorph (08.07.2009 um 19:09 Uhr)
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  #28  
Alt 10.07.2009, 10:03
RichardStallman RichardStallman ist offline
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http://www.abendblatt.de/politik/aus...roht-Iran.html
http://www.derwesten.de/nachrichten/...96/detail.html

Im Radio oder TV hört man kaum von dieser Drohung.

...gerade eben musste ich eine interne Risikoerklärung für "Transaktionen Iran / Bereich Technik, Entwicklung, Lebensmittel, Energie" an unsere verschiedenen Investabteilungen weiterleiten. In anderen Banken wird ebenfalls ein interner Investitionsstop vorbereitet. Hier wird man vermutlich ebenfalls nichts in den Nachrichten sehen.





Die Banken nehmen dieses Ultimatum praktisch als künftige Kriegserklärung.





@isomorph: Ich werde noch Antworten.



MFG
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  #29  
Alt 12.07.2009, 18:26
RichardStallman RichardStallman ist offline
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Guten Tag

@isomorph: Leider hat uns die Geschichte gelehrt, dass friedlicher Widerstand auch bestenfalls im Kapitalismus endet. (Lassen wir Kuba usw. mal bei Seite, die werden das alle nicht mehr lange halten können) Ich sage das als Pazifist unter der Berücksichtigung derzeitiger Entwicklungen in den unterschiedlichsten Gebieten des regelbaren Lebens, besonders im Sektor Überwachung. Ich denke wir steuern auf einen irreversiblen Zustand hin. Soweit sollte man es nicht kommen lassen. (Beitrag Arte: http://video.google.de/videoplay?doc...Kxj-DZBg&hl=de ) Wenn ich noch daran erinnern darf, dass die Gegenseite teils mit weit drastischeren Mitteln sucht deren Ziele zu erreichen.

Ich muss dir Recht geben, dass man so eine Änderung friedlich realisieren müsste. Ich versuche nur rational voraus zu ahnen und mein Verstand sagt klar wie meine Intuition, dass es unwahrscheinlich ist.

Zu den Zinsen:
Zinsen sind kalkulierte Kosten, die man nicht einfach weglassen kann, denn die Kosten blieben ja auch wenn man keinen Zins bezahlen müsste. Wenn ich ein Kredit für ein Haus aufnehme, hat die Bank einen Gewinnausfall, Verwaltungs- und Beratungskosten, Briefverkehr, Insolvenzrisiko usw. für das entliehene Geld. Die Zinsen beinhalten diese Kosten. Keine Bank verleiht Geld, wenn sie nichts davon hat.

Also nehmen wir doch mal an, es wäre so, dass man Geld künstlich (gar nicht gut) entwertet , bei Anhäufung:
Als unmoralische Bank würde ich sofort Bankeigene Unternehmen in vielen vielen Sparten gründen, massiv die Konkurrenz verdrängen die keine Geldgeber hat (dann würden mit Sicherheit verstärkter als jetzt Bankenkartelle auftreten), keine eigene Entwicklung sondern kopieren neuester fremder Forschungsergebnisse. Laut Freiwirtschaft gibt es kein geistiges Eigentum, wenn ich es richtig verstanden habe. Jetzt wo ich in den zusammenhängenden Sparten (sagen wir zB. Pharma - Lebensmittel - Agrar - Medizin - Genetik - Gartenbau) Marktführer bin... wird mir niemand mehr in der Preispolitik das Wasser reichen können, somit wird Forschung rentabel. Alle Gewinne konzentrieren sich wiederum in der Bank und gigantische Managergehälter würden mich über den Wertverlust hinwegtrösten, außerdem kannich auch ohne Wertverlust in meine Bank investieren. Weiterhin kann ich die Daumenschrauben an Politik und Gesellschaft ansetzen. Was nach dem Korruptionsaufwand, Kosten für Meinungsbildung und Gehältern und Gewinnbeteiligung übrig bleibt, wird in die eigenen Unternehmen investiert. Kreislauf geschlossen. Der Pöbel kann ausgesaugt werden.

Klingt ein klein Wenig nach Kapitalismus...





Zur Vollbeschäftigung:
Wie es im Leben so ist, wird es weiterhin Kranke, Schwerbehinderte, Faule, Kriminelle, Bettler, Nomaden, Zigeuner geben, die nichts zum Gemeinwohl beitragen können/ wollen. Es soll auch verwirrte Menschen in Selbstfindungsphasen geben.

Definitionssache: Wenn zur Vollbeschäftigung allerdings jede sinnvolle Beschäftigung zählt (was jeder grundverschieden interpretiert), dann haben wir sie jetzt schon beinahe.


Mit freundlichen Grüßen
Richard Stallman
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  #30  
Alt 12.07.2009, 22:25
Bachforelle Bachforelle ist offline
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Zitat:
Zitat von RichardStallman
Zinsen sind kalkulierte Kosten, die man nicht einfach weglassen kann, denn die Kosten blieben ja auch wenn man keinen Zins bezahlen müsste. Wenn ich ein Kredit für ein Haus aufnehme, hat die Bank einen Gewinnausfall, Verwaltungs- und Beratungskosten, Briefverkehr, Insolvenzrisiko usw. für das entliehene Geld. Die Zinsen beinhalten diese Kosten. Keine Bank verleiht Geld, wenn sie nichts davon hat.
Bankmarge/Risikoprämie kritisiert niemand.


Zitat:
Also nehmen wir doch mal an, es wäre so, dass man Geld künstlich (gar nicht gut) entwertet , bei Anhäufung:
Als unmoralische Bank würde ich sofort Bankeigene Unternehmen in vielen vielen Sparten gründen, massiv die Konkurrenz verdrängen die keine Geldgeber hat (dann würden mit Sicherheit verstärkter als jetzt Bankenkartelle auftreten), keine eigene Entwicklung sondern kopieren neuester fremder Forschungsergebnisse. Laut Freiwirtschaft gibt es kein geistiges Eigentum, wenn ich es richtig verstanden habe. Jetzt wo ich in den zusammenhängenden Sparten (sagen wir zB. Pharma - Lebensmittel - Agrar - Medizin - Genetik - Gartenbau) Marktführer bin... wird mir niemand mehr in der Preispolitik das Wasser reichen können, somit wird Forschung rentabel. Alle Gewinne konzentrieren sich wiederum in der Bank und gigantische Managergehälter würden mich über den Wertverlust hinwegtrösten, außerdem kannich auch ohne Wertverlust in meine Bank investieren. Weiterhin kann ich die Daumenschrauben an Politik und Gesellschaft ansetzen. Was nach dem Korruptionsaufwand, Kosten für Meinungsbildung und Gehältern und Gewinnbeteiligung übrig bleibt, wird in die eigenen Unternehmen investiert. Kreislauf geschlossen. Der Pöbel kann ausgesaugt werden.

Klingt ein klein Wenig nach Kapitalismus...
Jeder Unternehmer träumt verständlicherweise von einer Monopolstellung in seiner Sparte.
Steht Kapital in einem Wirtschaftssystem unter Angebotsdruck, ist es für den betreffenden Unternehmer und seine Konkurrenten günstig und ausreichend verfügbar.

Ich frage mich, wie hier eine von dir beschriebene Monopolstellung erreicht werden soll. Kein Unternehmer wird auch nur in die Nähe eines solchen Zustandes kommen.
Egal, ob er sich mit dem Bankgewerbe, oder der Herstellung von Landmaschinen beschäftigt.

Du musst erklären, wie der Zustand in Deinem Beispiel erreicht werden soll. Heute geht das leicht, da Kapital dort investiert wird, wo die höchsten Renditen winken. Renditen fallen in Freigeldsystemen aber weg.
Freigeld verteilt sich gleichmäßig im Markt, alle Unternehmer werden ausreichend damit versorgt, vorausgesetzt ihre Produkte können am Markt abgesetzt werden.

Klingt ein klein wenig nach einem vergeblichem Kapitalismus-Versuch.
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